Bettina Herlitzius, MdB

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28. Februar 2008

Die Deutsche Bahn AG muss sich endlich ihrer Vergangenheit stellen!

Im Aachener Hauptbahnhof wird vom 2.-4. März der "Zug der Erinnerung" halten. Erinnert wird mit einer Ausstellung an das Schicksal von rund 12 000 Kindern und Jugendlichen, die mit Hilfe der damaligen Reichsbahn in Konzentrationslager der Nazis deportiert und dort ermordet wurden.

Ermöglicht wurde das Projekt fast ausschließlich durch Spenden. In den Städten, in denen der Zug hält, auch in Aachen, stößt die Initiative auf großes Interesse. Mehrere Zehntausend Besucher haben bisher die Ausstellung gesehen.Einzig die Bahn AG ist nicht zu beeindrucken. Anders als z. B. die französische Bahngesellschaft SNCF hat sich die Deutsche Bahn AG bisher hartnäckig geweigert, die Aktion zu unterstützen. Im Gegenteil: für die Nutzung der Gleise erhebt sie sogar Gebühren. Inzwischen fordert die DB 60 000 Euro. Die Initiative rechnet mit bis zu 85 000 Euro bis zur Beendigung des Projekts. Der Betrag übersteigt die finanziellen Möglichkeiten des Vereins und stellt die weiteren geplanten Stationen des Zuges in Gefahr.

"Eine zynische Haltung", meint Bettina Herlitzius, "die Deutsche Reichsbahn hat am Holocaust gut verdient. Nun bittet ihr Nachfolgeunternehmen die Mahner zur Kasse ... Dies lässt alles andere als eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Unternehmens vermuten.""Herr Mehdorn muss dringend seine Haltung überdenken. Die Bahn AG muss sich mit der Rolle der Reichsbahn während des Nazi-Regimes und bei der Deportation von Häftlingen in die Konzentrationslager endlich auseinandersetzen und sich ihrer Verantwortung stellen.Als einen ersten Schritt in diese Richtung könnte die Deutsche Bahn AG die erhobenen Gebühren spenden."

 

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