Bettina Herlitzius, MdB

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15. Oktober 2008

Bericht zur Wohnungstour im Bergischen Land

Wohnungstour Wuppertal

Bettina Herlitzius  und Horst Becker zusammen mit Wuppertaler Grünen bei der Besichtigung der energetisch sanierten Hochhäuser in der Gustav-Heinemann-Straße in Wuppertal-Elberfeld. Dank eines Heizungcontractings zwischen der WSW (Wuppertaler Stadtwerke und der GWG (Gemeinnütziger Wohnungsbaugesellschaft Wuppertal) finanziert die WSW den Einbau einer komplett neuen Heizanlage sowie die energetische Sanierung der Gebäude. Dafür schließen die MieterInnen einen Heizliefervertrag mit den WSW ab.

Durch die Investition von 5,2 Mio. Euro erwarten die Projektteilnehmer eine Energieersparnis von 50% gegenüber heute. Die beiden Abgeordneten waren sehr angetan vom Projekt. Die energetische Sanierung des vorhandenen Wohnungsbestands ist aus grüner Sicht der richtige Weg, um den Klimawandel, aber auch die Energiearmut zu bekämpfen. Im Gespräch mit VertreterInnen der Diakonie, der GWG, WSW und der Stadtverwaltung haben sie sich über das Projekt und über die Anforderungen an die Politik informieren lassen.

Wohnungstour Solingen

Bettina Herlitzius und Horst Becker zusammen mit Solinger Grünen bei der Besichtigung der Häuser des Solinger Beamten-Wohnungsbauvereins auf der Beckmannstraße. Der traditionsreiche Verein hat dort sowohl neue Häuser gebaut als auch bereits vorhandene saniert. Besonderen Wert legt der Vorstand auf einen Generationenmix. Um diesen zu erreichen, haben sie sich für eine flexiblen Innenraumaufteilung (die Trennwände können problemlos auf- und abgebaut werden)  entschieden, die den evtl. veränderten Bedürfnissen der MieterInnen angepasst werden können. Die Möglichkeit des nachträglichen Einbaus von  Aufzügen und leicht zugängliche Parterrewohnungen sorgen dafür, dass die Mietparteien lange erhalten bleiben. Und für Grüne nicht unwichtig, der Einsatz von regenerativen Energien durch Wärmepumpen.

Im nachfolgenden Gespräch mit dem Baudezernenten ließen sich die Grünen über den Solinger Wohnungsmarkt informieren. Wie Land und Bund am besten die Kommunen beim Umgang mit drohendem Leerstand und demographischem Wandel unterstützen können, das waren die  hauptsächlichen Themen des Gesprächs.

In Remscheid besuchten die Grünen Abgeordneten das Stadtumbaugebiet Honsberg. Im  Mehrgenerationenhaus Lindenhof  wurden  Beispiele des Stadtumbauprozesses, Partizipationsmöglichkeiten für BewohnerInnen und Handlungskonzepte für kommunale Wohnungsbaugesellschaftenvorgestellt. Honsberg, seit Jahrhunderten ein Zentrum für Integration durch Arbeit, hat in den letzten Jahren einen massiven Auszug erlitten. Teils durch den allgemeinen Bevölkerungsrückgang zu erklären, vor allem aber durch die isolierte Lage und dem daraus resultierenden Verlust an Beliebtheit. Hohe Leerstände, und Arbeitslosigkeit prägen heute das Bild des Ortsteils. Kurz - wer kann, zieht weg.

Das Bemühen, den Stadtumbau anzupacken, wurde von den Remscheider Grünen sehr begrüßt, da das Projekt ganz im Gegensatz zum üblichen Flächenfraß steht, den die Verwaltung durch die Ausweisung immer neuer Baugebiete verfolgt.

Der Erfolg des Projekts liegt einzig daran, dass die Leitung besonderen Wert an die starke Beteiligung der Bevölkerung legte. So wurden die Veränderungen angenommen. Das Projekt ist zum Beispiel guter Siedlungspolitik nicht nur für Remscheid geworden.

 

 

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