Bettina Herlitzius, MdB

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27. November 2008

Internationale Städtepartnerschaften eine Chance für den Tourismus?

Im Rahmen einer eintägigen Konferenz des Bundesministeriums für Wirtschaft zum Thema Internationale Städtepartnerschaften und Tourismus kam es zu durchaus unterschiedlichen Meinungen über die mit Städtepartnerschaften verbundenen Potentiale für den Tourismus.

Der Vertreter der Stadt Düsseldorf sah keinen touristischen Nutzen in den Städtepartnerschaften, da sich die Partnerschaften der Stadt Düsseldorf ausschließlich auf die Förderung von Wirtschaftsbeziehungen konzentrieren. Dies wurde in Teilen auch vom Vertreter der Bremer Touristik-Zentrale bestätigt.

Demgegenüber sprachen der Vertreter der Metropolenregion Nürnberg und der Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder von positiven touristischen Effekten, die sich aus den international gepflegten Städtepartnerschaften ergeben.

Alle Referenten waren sich einig, dass ein wirkungsvoller touristischer Effekt im Rahmen einer Städtepartnerschaft nur funktionieren kann, wenn eine gute Verkehrsanbindung mit den verpartnerten Städten gegeben ist und attraktive Gelegenheiten zum Besuch der Partnerstadt  locken.

Insgesamt mangelt es in den Regionen jedoch oftmals daran, dass die Städtepartnerschaft in die Fläche getragen wird. Die Kommunikationsstrategien werden in den Regionen nicht ausreichend gebündelt darüber hinaus fehlt häufig überhaupt eine Vernetzung der verschiedensten Akteure im Tourismusbereich.

Aus Grüner Sicht nehme für meine politische Arbeit mit, dass im Bereich der internationalen Städtepartnerschaften oft noch unentdeckte Potentiale für den Tourismus schlummern. Es ist die Aufgabe der Kommunalpolitik und der Tourismuswirtschaft gemeinsam gezielte Strategien für die touristische Nutzung von bereits existierenden Kooperationen zu entwickeln. Ich werde mich zukünftig vor Ort in meinem Wahlkreis für eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Akteure einsetzen!

 

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