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19. Januar 2009

Bericht zur Anhörung des Tourismusausschuss zur Förderung von Bauernhofurlaub und Landtourismus

am 19. Januar 2009 im Rahmen der "Grünen Woche" in Berlin

Alle eingeladenen Sachverständigen betonten, dass der Urlaub auf dem Bauernhof/auf dem Land nach wie vor einen festen Stellenwert im deutschen Urlaubsreisemarkt hat. Wichtig sei es jedoch die Ansprüche der Kunden wahrzunehmen und mit Angebotsleistungen zu bedienen. Das Institut für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa hob hervor, dass für die Anbieter vor allem zwei Fragen zu berücksichtigen sind: Was wollen wir wie anbieten? Und: Was ist angesichts knapper Ressourcen verzichtbar und für ein klares Profil nicht zwingend nötig?

Anhörung Landtourismus  
Sachverständige & Ausschussmitglieder 

 

Für uns Politiker ergeben sich Gestaltungsmöglichkeiten zur Förderung des Landtourismus durch die Einbeziehung der generellen Ziele für die Entwicklung der ländlichen Räume auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene. Diese Entwicklung sollte in Anlehnung an die gängigen Modelle der touristischen Leistungs- und Gestaltungsketten erfolgen (Produktentwicklung –Kommunikation –Vertrieb).

Darüber hinaus wurde vor allem die "Regionalität" oder "Unverwechselbarkeit" einer Landschaft als touristische Chance betont.

So war die Eifeler Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen und Heckenlandschaften früher Lebensgrundlage. Heute dagegen sind naturnahe Lebensweisen, abwechslungsreich gestaltete Landschaften und eine relative Nähe zu Ballungsräumen ausschlaggebend für die touristische Entwicklung einer Region. Es wird eindringlich vor dem "Ausräumen" der landschaftlichen Einzigartigkeit gewarnt, da durch diese Entwicklung die touristische Attraktion der Regionen gefährdet ist. Vielfach wird erfolgreich dazu übergegangen attraktive Landschaftsbestandteile "künstlich" zu konservieren.  In der Eifel pflegt man z.B. Streuobstwiesen, um die Ortsbilder zu erhalten, die Früchte werden als Saft über die Regionalmarke Eifel vermarktet. Natur- und Landschaftsschutz wird so erfolgreich mit regionalen Produktionsabläufen und Verdienstmöglichkeiten gekoppelt. Die Landschaft wird erhalten, gestaltet und bearbeitet, so dass sie den Vorstellungen von Touristen entspricht.

Neben der Einzigartigkeit der Landschaft ist die Entwicklung der Infrastruktur, sind Erreichbarkeit und Barrierefreiheit in einer alternden Gesellschaft wichtige Kriterien für die Stärkung des Tourismus im ländlichen Raum, auch das wurde von den Sachverständigen hervorgehoben.

Für uns Tourismuspolitiker bleibt also auch zukünftig viel zu tun.

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