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Zur Einführung von eingetragenen Partnerschaften für Homosexuelle durch die österreichische Regierung in unserem südlichen Nachbarland erklärt die seit Juli 2008 selbst glücklich "verpartnerte" Bettina Herlitzius:
Es freut mich, dass jetzt auch in Österreich homosexuelle Paare ihre Zusammengehörigkeit auf diese Weise demonstrieren dürfen.
Dennoch handelt es sich hierbei leider offensichtlich nur um einen Kompromiss auf der Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners. So findet die Eintragung der Partnerschaft nicht am Standesamt, sondern bei den Bezirksverwaltungsbehörden statt. Sie hat keine Auswirkungen auf das bisherige Adoptionsrecht, welches es homosexuellen Partnern nicht erlaubt Kinder zu adoptieren. Künstliche Befruchtungen sind ebenfalls nach wie vor verboten.
Das alles zeigt, dass es noch ein weiter Weg bis zur allgemeinen rechtlichen Gleichstellung homosexueller Partnerschaften ist und der Entschluss der österreichischen Regierung lediglich als ein kleiner Schritt in die richtige Richtung bewertet werden kann. Ich persönlich möchte nicht nur unsere südlichen Nachbarn dazu aufrufen, diesem möglichst bald weitere folgen zu lassen.
Dass die katholische Kirche eine Medienkampagne gegen die "Homo-Ehe" geführt hat, war zu erwarten. Dennoch finde ich es enttäuschend, dass dieses Mindestmaß an Toleranz, um das ich auch persönlich bitte, immer noch nicht erreicht wird.