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Sehr geehrte Frau Herlitzius, Jetzt habe ich endlich einmal Zeit gefunden Ihnen ein wenig ueber meinen bisherigen USA-Aufenthalt zu berichten. Ich kann es einfach nicht glauben, dass schon 4 Monat um sind und die Zeit verfliegt weiterhin einfach nur so. Dabei war meine Reise hierher schon etwas komplizierter. Nachdem wir von Frankfurt nach Washington D.C. geflogen sind, haben wir gerade noch so unseren Anschlussflug nach San Francisco bekommen. In San Francisco, nach 16 Stunden Flug wurde dann um 11:00 Uhr Abends unser Flug nach Eugene gestrichen, weshalb wir unsere erste Nacht in den USA im Flughafen verbringen mussten. "Wir" sind uebrigens die anderen PPP-Stipendiaten Alina, Hannah und Levin, die gluecklicherweise ebenfalls in Springfield untergebracht sind. Meine Gastfamilie hat mich auf jeden Fall am naechsten morgen total freundlich empfangen und nach einigen Tagen hab ich mich auch so langsam etwas zurechtgefunden. Es ist einfach nur ein ziemlich komisches Gefuehl sich ploetzlich in einem fremden Land wiederzufinden, aber meine Gastfamilie hat es mir auf jeden Fall sehr erleichtert, hier Fuss zu fassen. (Es gibt hier uebrigens keine Umlaute und kein "scharfes" S, also wundern Sie sich nicht, wenn manche Woerter etwas komisch aussehen.) Nach 2 Wochen hat dann auch die Schule angefangen und ich war ehrlich gesagt ziemlich aufgeregt. Da aber zuvor in den Ferien schon das Cross Country Training angefangen hat, was eigentlich nichts weiter als Laufen ist, hatte ich schon Kontakt zu einigen Schuelern hergestellt. Gluecklicherweise waren einige von ihnen auch in verschiedenen Klassen von mir. Hier hat man uebrigens jeden Tag den gleichen Stundenplan und trotzdem hat es ganze 2 Wochen gedauert bis ich wusste, wo genau meine Klassen sind, bis dahin hab ich mich immer durchgefragt. Das erste was mir auf jeden Fall aufgefallen ist, war, dass die Lehrer hier einfach etwas freundlicher sind und man eher eine freundliche Beziehung zu ihnen hat. Mein Lieblingsfach ist auf jeden Fall Spanisch, wobei die anderen Faecher aber nicht weniger interessant sind. Die Anforderungen sind im Allgemeinen etwas niedriger und daher ist es nicht so schwierig gute Noten zu bekommen. :) Nachdem die Cross Country Saison dann gegen Ende Oktober zu Ende gegangen ist, hat dann vor ein paar Wochen die Basketballsaison angefangen. Am Anfang standen uns aber erst einmal die Try-Outs bevor, die wohl das Haerteste waren, was ich jemals gemacht habe. Ich habe es letzendlich ins hoechste Team geschafft, worueber ich und meine Gastfamilie sich riesig gefreut haben. Mit unserer Austauschorganisation AYUSA und den anderen Austauschschuelern haben wir auch schon einige Ausfluege, unter anderem nach Portland und Salem (Hauptstadt von Oregon), unternommen. Naechstes Jahr fahren wir sogar nach Seattle und meine Gastfamilie ueberlegt im Moment noch, ob wir vielleicht in den Weihnachtsferien die Eltern von meiner Gastmutter Diana in der Naehe von Los Angeles besuchen. Die Tage hier verfliegen einfach nur so, vor allem wegen dem ganzen Basketballtraining, und ab und zu bin ich froh mal eine ruhige Minute zu finden um die ganzen neuen Eindruecke zu verarbeiten. Ich weiss einfach nicht, wie ich Ihnen jemals dafuer danken kann, dass sie mir das hier alles ermoeglicht haben. Ich fuehle mich hier in dern USA auf jeden Fall einfach wohl und ich hoffe einfach nur, dass alles so gut weitergeht. Das bisher alles so positiv verlaufen ist, ist aber auch dem Team von Partnership International zu verdanken, die uns super auf unser Austauschjahr vorbereitet haben und uns weiterhin so gut betreuen. Viele Gruesse aus den USA, Marvin Nowak |
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