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Eine neue Studie im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN hat ergeben, dass Spekulationen an den Rohölmärkten die hohen Benzinpreise zu einem großen Anteil mit bedingen.
Der Studie zufolge sind kurz- und langfristige Spekulationen für ca. 35 % des Rohölpreises verantwortlich. D.h., dass von einem Rohölpreis von 85 $ pro Barrel ca. 30 $ auf das Konto von Spekulationen an den Terminmärkten gehen. Große Investmentbanken wie Goldman Sachs oder die Deutsche Bank treiben damit die Diesel- und Benzinpreise für den Endverbraucher um durchschnittlich 0,14 € pro Liter in die Höhe. Dies bedeutet z.B. für eine 50 l Tankfüllung eine Mehrbelastung von 7 €.
Bei einer jährlichen Fahrleistung von 13.000 km und ein Verbrauch von 7,5 l liegt die Mehrbelastung pro Pkw schon bei 136 €.
Extreme Kaufkraftverluste in der Region
Die durch die Spekulationen überhöhten Spritpreise ziehen einen riesigen Kaufkraftverlust nach sich.
Für die Städteregion Aachen ergeben sich jährliche Kaufkraftverluste von rd. 34 Mio. €, für den Kreis Düren rd. 18,7 Mio. € und für den Kreis Heinsberg rd. 18 Mio. €. Im gesamten Regierungsbezirk Köln beziffern sich die spekulationsbedingten Mehrausgaben auf rd. 290 Mio. € und für das Land NRW auf über 1 Mrd. €. Diese Gelder werden dem regionalen Wirtschaftskreislauf entzogen!
Zukünftig steigende Brisanz am Ölmarkt
Die Studie stellt aber auch fest, dass die Spekulationen eine Entwicklung vorwegnehmen, die zukünftig an Brisanz gewinnen wird. Aufgrund der Verknappung der Erdölreserven bei gleichzeitig steigender Nachfrage und hoher Finanzmarktliquidität prognostizieren die Studienautoren einen baldigen Anstieg des Ölpreises auf ein Niveau von über 150 $ pro Barrel und über 2 € pro Liter.

Hier finden Sie die Kurzfassung der Spekulationsstudie
Hier finden Sie die Presseberichterstattung in der Region Aachen zur Spritpreisstudie